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Großenhain fährt erhofften Dreier ein

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Sonntag, 04.10.2020
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Rabenstein (Aus)
Harthweg 244, 09117 Chemnitz
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Großenhainer FV
05.09.2020
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Jahnkamfbahn Rasenplatz, Parkstr., 01558 Großenhai
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SSV Markranstädt

Der neue Coach Steve Dieske freut sich über das 2:0 gegen Markranstädt. Bachmann und Schütze machen die Tore bei seinem Debüt.

Von Thomas Riemer

Gäste-Trainer Olaf Brosius gab sich nach dem Spiel ziemlich wortkarg. „Wir sind ernüchtert“, konstatierte der Coach des SSV Markranstädt nach dem 0:2 beim Großenhainer FV. Sicher hatte er sich den Auftakt der Landesliga-Saison anders vorgestellt. Und zumindest eine Hälfte spielte sein Team auf der Jahnkampfbahn auch gut mit, hatte in Sachen Ballkontakte sogar ein leichtes Übergewicht. Doch gegen einen sehr kompakten GFV reichte das nicht aus.
Der Rahmen für den Start nach Corona stimmte. 232 Zuschauer sorgten für eine prächtige Atmosphäre beim Debüt des neuen GFV-Trainers Steve Dieske in der Liga. Der 40-Jährige sorgte mit seiner Startelf schon mal für einiges Erstaunen, ließ immerhin die etablierten Matthias Walther, Martin Brunzel und Thomas Löffler auf der Bank und setzte im Tor auf den jungen Tom Müller. Schon nach fünf Minuten setzten seine Jungs den ersten empfindlichen Nadelstich. Nach einem Freistoß von Neuzugang Karl-Ludwig Zech ließ Kapitän Eric Bachmann SSV-Keeper Christian Wings mit einem Schuss aus spitzem Winkel keine Chance.

Das frühe 1:0 schien die Dieske-Schützlinge zu beflügeln. Mit konzentrierten Spiel in der Defensive hielt der GFV die Markranstädter unter Kontrolle, um dann auf den richtigen Moment für den Pass in die Spitze zu lauern. Das hätte in der 14. Minute auch fast das zweite Tor gebracht. Doch Paul Konrad Witschel setzte, völlig allein vor dem Torwart, den Heber zu schwach an.
Von den Markranstädtern war bis dahin in der Offensive kaum etwas zu merken. Doch Mitte der ersten Hälfte verloren die Gastgeber urplötzlich ihren Spielfaden. Unkonzentriertheiten schlichen sich ein, einfache Fehler ohne Bedrängnis ließen Steve Dieske zu diesem Zeitpunkt schon einmal etwas lauter an der Seitenlinie werden. Jacob Ruhner feuerte nach einer halben Stunde einen echten Warnschuss ab, den GFV-Keeper Müller mit einer Glanzparade zur Ecke lenkte. Müller stand auch im Mittelpunkt einer umstrittenen Szene kurz vor der Pause. Erst ließ er einen Freistoß-Flatterball prallen, im Nachfassen kam ein Gäste-Spieler im Strafraum zu Fall. „Da kann man auch Elfmeter pfeifen“, kommentierte selbst GFV-Trainer Dieske die Situation. Schiedsrichterin Jennifer Schubert entschied auf Weiterspielen. Olaf Brosius wollte das Szenario nicht beurteilen, hatte es aus 70 Metern Entfernung „gar nicht gesehen“. Und selbst wenn der Pfiff ertönt wäre: „Den Elfmeter muss man dann auch erst mal reinmachen“, so Brosius schmunzelnd.

Nach dem Wechsel kam der GFV mit viel Elan aus der Kabine. Eine Notbremse gegen den durchgebrochenen Witschel ahndete die Schiedsrichterin nur mit Gelb. Zwei Minuten später setzte sich der agile Max Kirsche an der rechten Grundlinie durch. Seine präzise Eingabe köpfte Maurice Schütze ins Netz (54.). Wieder Schütze. Der 20-Jährige hatte schon im Pokal bei Wesenitztal eine Woche zuvor doppelt getroffen.

Es war quasi bereits die Vorentscheidung. Denn der GFV hatte das Spiel jetzt komplett unter Kontrolle. Das Aufbauspiel funktionierte wieder, und vor allem „Karli“ Zech brillierte mit Überblick und starken Einzelaktionen. Markranstädt wirkte über weite Strecken nur noch als Statist und versuchte, mit taktischen Fouls den Spielfluss der Hausherren zu bremsen. Die hätten auch gut und gern noch ein oder zwei Tore nachlegen können. Der eingewechselte Tom Ruhner hatte sofort das 3:0 auf dem Fuß, verzog knapp (85.). Wenig später lief er allein aufs SSV-Tor, legte auf den noch etwas besser postierten Stephan Schäfer ab. Doch Wings verhinderte mit einem Reflex den Treffer.

„Wir wussten, dass Markranstädt ein unbequemer Gegner zum Start ist“, so Steve Dieske. Entsprechend wechselvoll sei daher auch die erste Halbzeit verlaufen. „In der zweiten Halbzeit waren wir einen Zacken besser da“, so Dieske. Das zweite Tor sei in einer sehr wichtigen Phase gefallen. Die Erleichterung war ihm anzumerken. „Wir sind froh, den Dreier geholt zu haben“, so Dieske.

Seiner Mannschaft stehen noch im September die ersten „Stunden der Wahrheit“ bevor. Erst geht es im Sachenpokal nach Glauchau, dann in der Liga zum Staffelfavoriten Einheit Kamenz. Und am 26. September kommt es auf der Jahnkampfbahn zum ewig jungen Derby gegen Stahl Riesa.

Statistik:

Schiedsrichterin: Jennifer Schubert (Sehmatal/OT Cranzahl)

Zuschauer: 232

Tore: 1:0 Bachmann (5.), 2:0 Schütze (54.).

GFV: Müller – Kutsche, Weihrauch, Bachmann, Schütze, Lotzmann (60. Brunzel), K.-L. Zech, Kirsche (73. Löffler), Kunze, Witschel (84. Ruhner), Schäfer.

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