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Souveräner Dreier auf dem Zahnfleisch kriechend

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06.10.2018
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SG Taucha

Von Thomas Riemer (SZ)

 

Großenhain. Stadionsprecher Gert Nitzsche war noch gar nicht „im Spiel“ und gab folgerichtig mit Torsten Marx erst einmal den falschen Torschützen an. Tatsächlich aber hatte Dennis Scholtissek nach gefühlten zehn Sekunden gegen die SG Taucha getroffen und damit das schnellste Tor in der Geschichte des Großenhainer FV erzielt.

Damit waren die Weichen auf Sieg frühzeitig gestellt, und die Gastgeber stürmten munter weiter gen Tauchaer Tor. Schon nach 13 Minuten kam Witschel zu seinem ersten von drei Erfolgserlebnissen des Tages. Beim 2:0 spitzelte er ein Marx-Zuspiel irgendwie am Gäste-Keeper vorbei und über die Linie. Taucha zeigte sich auch danach vom frühen GFV-Pressing beeindruckt, wurde erst ab der 22. Minute vorübergehend etwas mutiger, während sich der GFV eine erste „Auszeit“ gönnte. Vor der Pause drehten die Gastgeber dann noch einmal auf. Erst vergab Marx nach Witschel-Pass das „todsichere“ 3:0. Kurz darauf erwischte Walther eine Kirsche-Ecke maßgerecht mit dem Kopf und traf unhaltbar.

Die erste Viertelstunde nach dem Wechsel gehörte wieder den Großenhainern. Das 4:0 war einfach nur schön anzusehen: Flanke auf Volkmann, dessen Kopfballablage vollendete Witschel scharf und trocken. Während die meisten der 160 Zuschauer jetzt nur noch über die Höhe des Sieges diskutierten, zog bei den Gastgebern Bruder Leichtsinn ein, gepaart mit enormem Kräfteschwund. Der wieselflinke Al Abri nutzte dies zu zwei Tauchaer Treffern. Fast wäre den Gästen vier Minuten vor Schluss sogar noch das 3:4 gelungen, doch der Kopfball strich neben das Roßmüller-Gehäuse. Erst in der Nachspielzeit machte erneut Witschel nach ganz starkem Dribbling des eingewechselten Franke den Dreier perfekt.

Gäste-Coach Marcus Jaeckel zeigte sich nach dem Spiel „konsterniert über unseren Auftritt“ bis zum 0:4. Dennoch wollte er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Wir sind zurückgekommen. Und wer weiß, was passiert wäre, hätten wir das 3:4 gemacht“.

Thomas Kupper zeigte sich zufrieden. „Wir wollten abliefern, das ist uns gelungen. Die beiden unnötigen Gegentore sind natürlich ein Wermutstropfen, über den wir reden müssen.“ Der Kräfteabfall zum Spielende sei unter anderem mit der „englischen Woche“ erklärbar. „Die Jungs sind schon am Donnerstag nach dem Copitz-Spiel beim Regenerationstraining ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen“, so Kupper. Die anstehende Spielpause kommt da natürlich zur rechten Zeit.

 

Quelle: SZ-Online, 8.10.2018, https://www.sz-online.de/nachrichten/souveraener-dreier-auf-dem-zahnfleisch-kriechend-4027658.html

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