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Zwei grundverschiedene Halbzeiten

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NÄCHSTES SPIEL
Donnerstag, 20.12.2018
12:20 Uhr
Testgegner 03 (Heim)
Testort 03
M1
Großenhainer FV
15.09.2018
3
:
1
15:00 Uhr
0
0
Jahnkampfbahn
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Empor Glauchau

Von Thomas Riemer (SZ)

 

Großenhain. Alexander Köcher schlich sich nach dem Spiel förmlich zum Interview, wirkte nach dem 1:3 gegen den Großenhainer FV fast ein bisschen ratlos. „Wir haben in der ersten Halbzeit vieles richtig gemacht, hatten zwei Chancen zum 2:0. Und dann ist es passiert: Wir sind in der zweiten Hälfte ,zusammengebrochen‘“, so der Trainer des SV Empor Glauchau. Warum, das müsse man jetzt herauskriegen. „Es wäre mindestens ein Punkt drin gewesen“, glaubt der Gäste-Coach.

Recht hat er. Denn die 197 zahlenden Zuschauer auf der Großenhainer Jahnkampfbahn sahen am Sonnabend zwei grundverschiedene Halbzeiten. Trainer Thomas Kupper musste bei seiner Heimspielpremiere umstellen. Mit Lotzmann, Volkmann, Meißner, Kirsche, Kleber, Krüger und Witschel fehlten gleich acht Akteure aus dem Kader aus Verletzungs- und beruflichen Gründen. Dafür stand Abwehrchef Matthias Walther nach überstandener Verletzung erstmals wieder im Kader.

Doch ausgerechnet dem Routinier passierte nach reserviertem Beginn beider Mannschaften ein folgenschwerer Patzer. Torwart Roßmüller konnte den Lapsus nur noch auf Kosten eines Strafstoßes ausbügeln, den Robin Hölzel eiskalt zur Gästeführung nutzte (16.). Da der Großenhainer FV danach zum Erstaunen der eigenen Fans so gut wie überhaupt nicht ins Spiel kam, wäre auch ein zweiter Glauchauer Treffer vor der Pause nicht unverdient gewesen. Doch Roßmüller glänzte mit einigen Paraden, nachdem seine Vorderleute gerade in der Deckung zuweilen recht leichtsinnig agierten. Nach vorn gelang den Großenhainern dagegen nicht viel, weil Pässe ungenau gespielt wurden und dieser oder jener Akteur wohl auch mit einer angezogenen Handbremse spielte.

In der Kabine gab es „eine klare Ansprache“, so Trainer Kupper. Sie blieb nicht ohne Wirkung: Der GFV presste jetzt früher, der Druck aufs Tor von Gäste-Keeper Tom Seyfarth wuchs. Und als Torjäger Torsten Marx mit einem Heber nach Vorarbeit von Reichl zum Ausgleich traf (52.), konnte man dicke Steine auf GFV-Seite purzeln hören. Jetzt kamen die Gastgeber so richtig in Fahrt und Spiellaune. Fricke mit zwei „Riesen“ und Scholtissek fanden ihren Meister zunächst noch in Torwart Seyfarth. Als wieder Marcel Fricke dann erneut Marx bediente, bedankte dieser sich mit artistischem Seitfallzieher – 2:1 nach 67 Minuten. Fast wäre Scholtissek acht Minuten später sogar die endgültige Entscheidung geglückt, doch wieder war der Gäste-Torwart mit Glanzparade zur Stelle. Dennoch: Von Glauchau war in den zweiten 45 Minuten offensiv nichts mehr zu spüren. In der Nachspielzeit setzte dann Marcel Fricke der Großenhainer Leistung die Krone auf. Einen „Befreiungsschlag“ der Abwehr nahm er auf, umkurvte seinen Gegenspieler und netzte ein.

Trainer Kupper war wie alle erleichtert. „Wir haben die erste Halbzeit ein bissel verschlafen, nach dem 0:1 den Faden verloren.“ Am Ende sei der Sieg aber „hochverdient“ gewesen – auch und vor allem angesichts der Ausfälle und daraus resultierenden kurzfristigen Umstellungen im Team..

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