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Der nicht ganz vollkommene Abschied

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TORE
NÄCHSTES SPIEL
Freitag, 20.07.2018
18:30 Uhr
Hainsberger SV (Aus)
Kirchstraße 1, 01705 Freital
M1
Großenhainer FV
09.06.2018
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:
3
15:00 Uhr
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Jahnkampfbahn
Alle Spiele
Markkleeberg

Von Thomas Riemer (SZ)

Es sollte ein Fest werden – das letzte Heimspiel des Großenhainer FV in seiner ersten Landesliga-Saison. Vom Ergebnis her haben es die Spieler von Kickers Markkleeberg den Röderstädtern am Sonnabend ein bisschen vermasselt. 1:3 hieß es am Ende aus Sicht der Gastgeber. Sicher hätte das Team um Kapitän Sylvio Schwitzky dem scheidenden Trainer Andreas Jachmann den Abschied gern versüßt. Doch die Rand-Leipziger erwiesen sich an diesem Tag bei tropischen Temperaturen einfach als das etwas bessere Team. Der GFV war im Spielaufbau oft etwas behäbig, ließ zudem richtig gute Chancen in der ersten Halbzeit liegen. Marx’ gekonnter Heber über den Torwart strich knapp am Gehäuse vorbei (25.). Lotzmanns Knaller aus freier Position landete in der zweiten Etage (36.). Auf der anderen Seite konnte sich Keeper Mirko Roßmüller nicht über mangelnde Beschäftigung beschweren. Als seine Vorderleute mit einer „Schlafeinlage“ aufwarteten, war er gegen Freyers Flachschuss aber machtlos – 0:1 in der 44. Minute.

Nach dem Pausentee schien der GFV zunächst wie umgewandelt, hatte jetzt mehr Ballbesitz und auch ein paar gute Chancen. Doch unverkennbar war, dass den Akteuren ein wenig die Kraft ausgegangen war. Markkleeberg nutzte folgerichtig einen groben Schnitzer des eingewechselten Meißner zum 0:2 (64.). Nur eine Minute später der Anschluss: Nach Schwitzky-Ecke reagierte Torsten Marx am schnellsten, spitzelte das runde Leder über die Linie. Jetzt bäumten sich die Gastgeber noch einmal auf, erarbeiteten sich gute Gelegenheiten. Doch die Kickers kämpften aufopferungsvoll, hatten immer ein Bein dazwischen, wenn der Ball Richtung eigenes Gehäuse flog. Zu einem „echten“ Endspurt des GFV kam es nicht mehr, weil Markkleeberg eine Überzahlsituation vor Roßmüller eiskalt zum 1:3 nutzten (81.). Und in der verbleibenden Spielzeit waren die Gäste dem vierten Tor näher als der GFV dem Anschluss. Es sollte halt nichts werden mit den Geschenken für die fast 300 Zuschauer und Trainer Jachmann, der die Truppe wie gewohnt bis zum letzten Pfiff engagiert führte.

Als der seine Jungs dann zum letzten Mal im Mannschaftskreis auf dem Rasen der Jahnkampfbahn um sich scharte, überwogen dennoch Stolz und Emotionen. „Wir haben als Mannschaft in guten wie in schlechten Zeiten zusammengehalten“, sagte „Jachi“. Der Lohn: Nach dem Aufstieg ohne Niederlage in der Landesklasse vor einem Jahr spielte der GFV eine spektakuläre erste Saison in der Sachsenliga. Noch ist sogar ein Podestplatz möglich – wenngleich nicht mehr aus eigener Kraft.

Wer Jachmanns Nachfolger auf der GFV-Trainerbank wird, darüber hüllen sich die Verantwortlichen nach wie vor in Schweigen. Dafür sind andere personelle Weichen innerhalb des Vereins geklärt. Tim Reichl wurde als Spieler am Sonnabend ebenso verabschiedet wie Jürgen Scharnagel, der Noch-Trainer der 2. Mannschaft. Scharnagel will nach eigenen Angaben ein Jahr Pause machen. Die „GFV-Reserve“ wird künftig vom bisherigen Trainerteam der B-Jugend trainiert: Jens Krone und Peer Schulze. Ob Thomas Löffler entgegen seiner Ankündigung noch ein Jahr in der Landesliga „dranhängt“, scheint wahrscheinlich.

Wer auch immer der neue Trainer der „Ersten“ wird: Er kann schon einmal den 24. August dick in seinem Kalender ankreuzen. Da nämlich wird die neue Landesliga-Saison offiziell eröffnet – und zwar mit einem Heimspiel des GFV.

 

Quelle: SZ-Online, 11.6.2018: https://www.sz-online.de/nachrichten/der-nicht-ganz-vollkommene-abschied-3952859.html

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