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Großenhainer suchen nach der Erfolgsspur

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Freitag, 24.08.2018
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24.03.2018
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FC Grimma

Eine respektable Leistung reicht gegen clevere Grimmaer nicht. Zwei individuelle Schnitzer besiegeln die 0:2-Pleite.

Von Thomas Riemer (SZ)

Die Erwartungen der Großenhainer Fans waren hoch. Nach zuletzt drei sieglosen Partien mit zwei Remis und dem 1:4 in Pirna-Copitz sollte ausgerechnet gegen den FC Grimma der erste Pflichtspielsieg des Jahres eingefahren werden. Doch das ging am Sonnabend vor heimischem Publikum für den Großenhainer FV schief. Nach einer kampfstarken, nicht unbedingt rassigen Partie mussten die Schützlinge von Trainer Andreas Jachmann ein 0:2 hinnehmen. Der Coach war dennoch mit dem Auftritt seiner Jungs nicht unzufrieden. „Wir haben dem Aufstiegsfavoriten Paroli geliefert. Zwei individuelle Fehler haben das Spiel entschieden“, so Jachmann. Der Trainerfuchs hatte sich für eine taktische Umstellung entschieden, verzichtete aus unterschiedlichen Gründen in der Startaufstellung auf die Mittelfeld-Achse Lotzmann/Volkmann sowie Stürmer Witschel. Und so erwischten die Grimmaer auch den etwas besseren Start. Nach zehn Minuten konnten die Gäste bereits zwei Großchancen verbuchen, zeigten aber noch keine Treffgenauigkeit. Der GFV fand nur langsam ins Spiel, arbeitete sich mühsam vors gegnerische Gehäuse, ohne zwingend für Gefahr zu sorgen. 180 zahlende Zuschauer auf der Jahnkampfbahn erlebten in der 28. Minute die „kalte Dusche“ für die Gastgeber. Innenverteidiger Moritz Meißner verschätzte sich bei einem hohen Ball am Straufraumeck. FC-Stürmer Christoph Jackisch „bedankte“ sich mit sattem Flachschusss ins kurze Eck und ließ Keeper Roßmüller ohne Chance – 0:1.

Grimma verwaltet die Führung

Nur kurz die Verunsicherung beim GFV. Bis zur Pause ging es endlich energischer in Richtung Grimmaer Gehäuse. Löffler, Schwitzky, Krüger hatten durchaus gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Doch die Grimmaer verteidigten in der Regel sehr clever, zeigten sich in den Zweikämpfen bissig und auch nicht zimperlich. Zudem musste der GFV bei den gefälligen Gegenangriffen stets auf der Hut sein, zumal sich bei den Gastgebern nicht nur einmal auch „Bruder Leichtsinn“ einschlich und viele gutgemeinte Spieleröffnungen schon im Keim erstickt wurden.

Nach dem Pausentee entwickelte der GFV zwar etwas mehr Druck, schnürte den FCG phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Zählbares sprang aber nicht heraus. Torsten Marx und Thomas Löffler per Kopf, wieder Marx mit einem Direktschuss nach Schwitzky-Flanke brachten die Abwehr des Teams von Trainer Daniel Wohllebe zwar ins Wanken. Aber sie fiel nicht. Zudem beschränkten sich die Gäste schon frühzeitig auf das Verwalten der knappen Führung, brachten den GFV durch taktische und versteckte Fouls immer wieder aus dem Rhythmus und sorgten mit kleinen Nadelstichen für eigene Torgefahr. Dem GFV fiel gegen diese Spielweise trotz optischer Überlegenheit relativ wenig ein. Und hätte Roßmüller mit seinem „Taucher“ ins Eck nach einem Freistoß nicht so prächtig reagiert, wäre die Messe wohl schon in der 61. Minute gelesen gewesen. So dauerte es elf Minuten länger, bis sich die Gastgeber nach einem weiteren individuellen Schnitzer, diesmal von Matthias Walther, die Butter vom Brot nehmen ließen. Robin Brand nahm das Geschenk an und vollendete zum 0:2. Zwar bäumten sich die Röderstädter danach noch einmal auf, hätten durch Marx nach feinem Doppelpassspiel mit Witschel den Ehrentreffer auch durchaus verdient gehabt. Aber es sollte nicht sein.

Ein zweites Wunder wie gegen Niesky, als in der Nachspielzeit ein Zwei-Tore-Rückstand egalisiert wurde, verhinderten die cleveren Gäste. Grimmas Trainer Wohllebe bescheinigte seinen Mannen einen „aufopferungsvollen Kampf“ und eine gute Vorstellung. Andreas Jachmann wiederum sah wenig Grund, mit der Einstellung seiner Mannschaft zu hadern. „Wir haben taktisch gut gespielt und wenig zugelassen.“ Wenn diese Entwicklung weitergehe, „werden wir auch irgendwann wieder Spiele gewinnen“.

Vielleicht ja schon am Gründonnerstag. Dann gibt es unter Flutlicht in Riesa den Nachholer gegen Stahl. „Jeder von uns ist ,geil‘ auf das Derby“, so Jachmann. „Und wir haben da ja noch eine Rechnung offen“, ergänzt er mit Blick auf das 2:3 in der Hinrunde.

 

Mitspieler
Roßmüller, Haschke, Walther, Moritz Meißner, Weihrauch, Löffler (61. Witschel), Bachmann, Krüger (73. Lotzmann), Marx, Brunzel (61. Volkmann), Schwitzky
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