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Großenhainer Samstags-Spaziergang

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Samstag, 25.11.2017
14:00 Uhr
Markkleeberg (Aus)
Städtelner Str. 101, 04416 Markkleeberg
M1
Großenhainer FV
29.04.2017
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Jahnkampfbahn
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Empor Possendorf

Die Röderstädter lassen auch Possendorf alt aussehen. Schon in zwei Wochen könnte der Staffelsieg gesichert werden.

Das „Wunder von Großenhain“ - es rückt näher und näher. Auch im 22. Landesklasse-Spiel dieser Saison ist der Großenhainer FV ungeschlagen geblieben. Gegen die SG Empor Possendorf gab es am Sonnabend einen ungefährdeten 4:0-Heimerfolg. Damit sind die Schützlinge von Trainer Andreas Jachmann bei zehn Punkten Vorsprung und sechs ausstehenden Spielen so gut wie nicht mehr aufzuhalten auf dem Weg in die Landesliga.

Gegen Possendorf kamen wieder mehr als 100 Zuschauer auf die Jahnkampfbahn, auch wenn der Weg dahin durch die derzeitigen Bauarbeiten im Umfeld recht schwer ist. Und die Besucher hätten sich möglicherweise auch etwas mehr Gegenwehr von den Gästen gewünscht. Aber das blieb während der gesamten Spielzeit Wunschdenken. Zwar hatte Possendorf-Coach Jens Wagner seinen Männern mit auf den Weg gegeben, so lange wie möglich Paroli zu bieten und vielleicht eine kleine Überraschung zu erzwingen.

Doch das war im Prinzip schon nach 13 Minuten vorbei. Denn die anfängliche Gegenwehr war nach dem Kopfballtreffer von Moritz Meißner wie weggeblasen. Der Schütze verwertete dabei eine Ecke von Schwitzky mustergültig. Possendorf agierte auch danach viel zu ängstlich, war nur darauf bedacht, die Angriffswucht der Röderstädter zu unterbinden. Aber so kann man derzeit nichts aus Großenhain mitnehmen. Der Spitzenreiter beherrschte die Gäste fast nach Belieben. Jeder zweite Ball wurde eine Beute der hoch pressenden Schwarz-Gelben, so richtig nach dem Geschmack des Trainergespanns.

Nach etwa 20. Spielminuten ließen die Hausherren dann etwas die Zügel schleifen. Doch die Gäste machten daraus nichts. Ganz anders die Jachmann-Schützlinge. Fast mit jedem zielgerichteten Angriff in Richtung des Gästetores hätten die Großenhainer schon vorzeitig für klare Fronten sorgen können. Kapitän Sylvio Schwitzky hätte in der 24. Spielminute den zweiten Treffer markieren müssen, als Moritz Meißner mit rasanten Antritt das Mittelfeld überbrückte, aber sein Zuspiel vom Großenhainer Spielführer nicht verwertet werden kann. Eine Minute später machte er es besser. Nick Volkmanns Sturmlauf brachte den Sturmführer in Position, der mit Flachschuss Pierre Oertel im Possendorfer Kasten zum zweitem Mal überwinden konnte (25.). Auch die restlichen Minuten der ersten Hälfte gehörten den Gastgebern. Zweimal Schwitzky sowie Brunzel hätten da das Ergebnis schon in die Höhe schrauben müssen.

Mit Wiederbeginn nach dem Pausentee änderte sich – praktisch nichts. Die Großenhainer konnten schalten und walten. Fast ohne Gegenwehr ließen sie Ball und Gegner laufen. Der dritte Treffer war nur noch eine Frage der Zeit. Aber was das dann für ein „Knallbonbon“ wurde, Wahnsinn. Eine abgewehrte Flanke von Reichl nahm Max Meißner aus 25 Metern fast direkt, der Ball schlug unhaltbar im Knick des Possendorfer Tores zum 3:0 ein (53.).

Ja was geht hier noch?, fragten sich auch die Zuschauer. Zumindest wollten die GFVler noch etwas fürs Torverhältnis tun. Martin Brunzels letzte Aktion kurz vor seiner Auswechslung hätte das vierte Tor bringen können, doch Keeper Oertel war im Bilde. Dann begann die Zeit von „Torjäger“ Hennig Lotzmann. Er hatte im Spiel wieder so die eine oder andere Möglichkeit. Man wünscht dem Jungen einfach mal einen Treffer. Und dann hat er endlich das Glück des Tüchtigen an diesem Nachmittag. Beim einzigen Fehler Oertels, dem ein Abschlag total daneben ging, nahm Lotzmann den auf sich zukommenden Ball direkt, und das Leder schlug aus 35 Metern im Kasten zum viel um jubelten vierten Tor ein (73.).

Am Ende steht nun ein hochverdienter Erfolg, den man aber auf gar keinen Fall überbewerten sollte, gegen einen überforderten Gegner aus Possendorf.

Doch man braucht derzeit nur wenig Fantasie: Das war nur ein „Zwischenstopp“. Die beiden nächsten Begegnungen, auswärts in Kreinitz und beim Tabellenzweiten Mittweida, können bereits die Entscheidung in der Staffel bringen. Am Großenhainer Aufstieg zweifelt sowieso niemand mehr wirklich.

 

Von Steffen Kührt & Thomas Riemer

Mitspieler
Mirko Roßmüller,Tim Reichl,Matthias Walther,Moritz Meißner,Tom Weihrauch, Max Meißner,Nick Volkmann (80. Ronny Rimkus),Henning Lotzmann (73.Jürgen Anders),Konstantin Hänsel,Martin Brunzel (62.Paul Konrad Witschel),Sylvio Schwitztky
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