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Gröditz vom Sockel gestoßen

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PLAZIERUNG
03
SPIELE
025
TORE
NÄCHSTES SPIEL
Samstag, 24.11.2018
15:00 Uhr
Eintracht Niesky (Aus)
Fichtestraße 18, 02906 Niesky
M1
Großenhainer FV
01.10.2016
5
:
1
15:00 Uhr
0
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Jahnkampfbahn Großenhain
Alle Spiele
FV Gröditz 1911

250 Zuschauer sehen eine überragende Großenhainer Mannschaft

Mit der bisher besten Saisonleistung des GFV wurde der bisherige Landesklasse-Krösus (wie in der SZ vom 30.9. bezeichnet) vom Thron gestoßen. Super eingestellt vom Trainergespann Jachmann/Gleis begannen die einheimischen wie die Feuerwehr. Begünstigt durch den schnellen Führungstreffer von Witschel in der 4. Minute nach toller Vorbereitung durch Volkmann wurden sofort die beiden ausgegebenen taktischen Konzepte der Trainer über den Haufen geworfen. Die Gäste wollten zwar mit viel Selbstbewusstsein in dieses „Hammerderby“ gehen, doch mit diesem schnellen Treffer war von Selbstbewusstsein nicht mehr viel zu sehen. Kapitän Schwitzky hätte bereits wenige Minuten später ein Vorentscheidung herbeiführen können, doch die Flanke von Brunzel konnte er nicht zum zweiten Treffer verwerten. So langsam nahmen die Gröditzer am Spielbetrieb teil und hatten in der 15. Minute nach ihrer ersten Ecke durch Tim Zeller ihre Möglichkeit um etwas Zählbares zu verbuchen. Trainer Michael Schuster brachte es dann sofort auf den Punkt, als er seinen Jungs zurief „bringt nun endlich mehr Spannung ins Spiel und geht volles Risiko“. Aber seien Worte fanden wenig Gehör. Denn das äußerst aggressive Pressing der Großenhainer Mannschaft führte vor allem die Hintermannschaft der Gröditzer in die ein oder andere Bredouille.  Brunzel in der 18. Minute verfehlt nur knapp das Ziel. Aber auch die Gröditzer verbuchen nochmals eine Möglichkeit, als Tom Nehrig den Torjäher René Großmann freispiel, doch der in Roßmüller seinen Meister findet (24. Minute).

Dann endlich doch der zweite Treffer für die Großenhainer, als Witschel am Sechsehner gleich zwei Gröditzer vernascht und zum 2:0 einnetzt (30.). Schwitzky hätte vor dem Pausentee bereits den Sack zubinden können, aber sein Distanzschuss verfehlt nur knapp die Kiste vom Gröditzer Schlussmann Sven Lotzmann. Dies sollte es aber noch nicht gewesen sein. Mit dem schönsten Angriffe des ersten Abschnittes zwei Minuten vor der Pause über Witschel, der den Ball Brunzel mustergültig in den Lauf spielte und dieser täuschend über das Streitobjekt hinwegstieg, so dass Kapitän Schitzky freie Bahn zum 3:0 für die Röderstädter hatte, was gleichzeitig der Halbzeitstand war.

 

In der ersten 15. Minuten des zweiten Abschnittes konnte einem die Gröditzer fast leidtun. Denn im Minutentakt häuften sich die Chancen für die Jachmann’schen Schützlinge. Brunzel‘s Kopfball in der 48., sowie Schwitzky‘s riesen Chance eine Minute später, als er vor dem leeren Tor Sekunden zu spät kommt, hätten den vierten Treffer bereits zu diesem Zeitpunkt bringen können. Dann doch das 4:0 für Schwarz-Gelb an diesem Nachmittag, als Damian Haschke unwiderstehlich das Mittelfeld überbrückt – von nicht einem Gröditzer aufgehalten werden kann – bringt er mustergültig Brunzel ins Spiel und dieser bedankt sich mit einem tollen Flachschuss ins kurze Eck bei seinen Mitspieler (59‘).

Eine kurze Unstimmigkeit im Abwehrgefüge der Großenhainer hätte den Gröditzern fast den Ehrentreffer beschert. Doch Tim Zeler‘s Einzelaktion streift wieder nur den Außenpfosten des Großemnhainer Tores (60‘). Nun doch so etwas wie eine Drangperiode der Gröditzer. Doch auch Großmann gelingt keine Resultatskosmetik. Zu schwach ist sein Abschluss zu diesem Zeitpunkt des Spieles. Der an diesem Nachmittag alles überragende Nick Volkmann treibt seine Mannen aber immer wieder weiter nach vor. Man will noch mehr. Der eingewechselte Konstantin Hänsel steht  gleich zweimal im Focus des Geschehens: Erst scheitert er knapp an Lotzmann und bei seiner zweiten Aktion konnte weder Weiß noch Reichl seine scharf nach innen geschlagenen Ball verwerten. Bei den Gröditzer geht nun fast gar nichts mehr. Auch die Körpersprache ist wie weggeblasen. Zu allem Überfluss  schlagen die Röderstädter doch noch einmal zu. Als Witschel Hänsel frei spielt und er sich für dieses Zuspiel mit den 5. Treffer für seine Farben bedankt.

Na und dann doch wenigstens der Ehrentreffer für die Gäste. Als der Unermüdliche Ex Großenhainer Lucas Partuscheck Rene Großmann bedient und der sagte Danke für die Einladung.

Den bisherigen  Spitzenreiter vom Sockel gestoßen und selbst mit dieser Leistung, Tabelleplatz 1 erklommen. Was wollen die Großenhainer mehr am Oktoberfestwochenende auf der einheimischen Großenhainer Jahnkampfbahn.

O’Zapft ist, na dann Prost und feiert den Augenblick Jungs.

 

Steffen Kührt und Paul Köhler

 

 

Aus Gröditzer Sicht:
Quelle: Vereinshomepage Gröditz, http://www.fv-groeditz.de/spielberichte/?spiel_id=946&bericht_id=559

Großenhain im Spielrausch!

Es wurde am Ende nichts für die Gröditzer mit den angestrebten Punkten gegen die Nachbarstädter. In einem intensiven Derby fahren die Großenhainer drei Zähler ein, weil sie ihre Chancen einfach cleverer ausnutzten und unsere Gastgeschenke dankend annahmen. Bereits nach vier Minuten klingelte es im Kasten. Die Gröditzer Abwehr war zu weit aufgerückt und bekam den Ball nicht geklärt. Paul Konrad Witschel wurde im Zentrum bedient, überlief Stefan Minge und verwandelte eiskalt zur frühen Führung für die Gastgeber. Den zweiten Treffer erzielte derselbe Spieler dann nach einer halben Stunde mit einem Traumtor in den Dreiangel. Der GFV agierte, wir reagierten und vergaben die wenigen sich bietenden Chancen im Sturmzentrum kläglich. So kann man kein Derby angehen! Nur mit spielerischen Lösungen und sprichwörtlich ohne Messer zwischen den Zähnen ist man auf der Jahnkampfbahn hoffnungslos verloren und es ist absolut nichts zu holen. Die Jachmann-Schützlinge machten noch vor der Pause den Sack zu. Sylvio Schwitzky erzielte zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff das vorentscheidende 3:0. Auch in der zweiten Spielhälfte warteten die mitgereisten Gröditzer Fans vergeblich auf die Trendwende. Im Gegenteil, nach einer gespielten Stunde erzielte Martin Brunzel den vierten Großenhainer Treffer und Konstantin Hänsel war es der fünf Minuten vor Spielende nochmals erhöhte. Praktisch mit dem Abpfiff dann zumindest der Ehrentreffer für unsere Mannschaft. René Großmann überwand mit einem Schlenzer den Keeper Mirko Roßmüller im Großenhainer Tor. Unsere Mannschaft zeigte defensiv viele Schwächen, spielte ohne den nötigen Biss und konnte offensiv selten überzeugen. Mit solch ängstlichen Agieren ist kein Blumentopf zu holen. Die Gastgeber gewannen die Begegnung, auch in dieser Höhe, verdient und übernehmen völlig zu Recht die Tabellenführung. Für uns vielleicht eine Klatsche zur richtigen Zeit. Bereits diesen Samstag kann die Mannschaft gegen Germania Mittweida eine Reaktion zeigen und Wiedergutmachung betreiben.

Trainer Schuster: „Ich bin sehr enttäuscht von meiner Mannschaft. Zum wiederholten Male gehen wir ohne jegliche Einstellung in ein Derby. So kann man kein Fußballspiel bestreiten. Ich denke dies ist eine mentale Schwäche von uns, anders ist so etwas nicht zu erklären. Großenhain hat sehr gut gespielt und wir müssen am Ende mit den fünf Gegentreffern noch zufrieden sein. Ich erwarte von meiner Mannschaft ab Dienstag eine Reaktion auf diese desolate Leistung.

Klaus Hirschnitz

Mitspieler
Mirco Roßmüller, Damian Haschke, Tim Reichl (ab 79‘ Tony Richter), Henning Lotzmann, Matthias Walther, Damian Haschke, Jürgen Anders (ab 73‘ Ludwig Weiß), Kevin Jähnig (63‘ Konstantin Hänsel), Nick Volkmann, Martin Brunzel, Paul Konrad Witschel und Sylvio Schwitzky
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