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ANFAHRT

Coswig ohne jegliche Chance

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PLAZIERUNG
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SPIELE
025
TORE
NÄCHSTES SPIEL
Samstag, 24.11.2018
15:00 Uhr
Eintracht Niesky (Aus)
Fichtestraße 18, 02906 Niesky
M1
SpVgg Coswig
24.09.2016
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:
2
15:00 Uhr
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1
Auswärts
Alle Spiele
Großenhainer FV

Die Erste tut sich trotz erdrückender Überlegenheit schwer, entsprechend Tore zu machen

Nach den letztjährigen Niederlagen gegen die SpVgg Grün-Weiß Coswig wollten die Jachmann’schen Spieler dieses Jahr ein Zeichen setzen — endlich sollten drei Punkte gegen Coswig her. Oder wie es der mitgereiste GFV-Fan Gerd Adam passend formuliert: „Der Fluch soll doch endlich gebrochen werden“… Und der Fluch wurde gebrochen…

Von Anfang an hatten die Coswiger rein nichts zu melden — weder spielerisch noch Fan-technisch. Das spiegelte sich auch dahin gehend wider, dass GFV-Schlussmann Roßmüller im ganzen Spiel geschätzt höchstens fünf Ballkontakte hatte, davon vier durch Rückpass aus der eigenen Abwehr. Vor allem die agilen Jungen, Kirsche und Volkmann, fielen durch ihre konditionelle und kämpferische Fitness auf, was dem gesamten GFV-Spiel gut tat. Auch Abwehrspiele Lotzmann überzeugte abermals mit seiner Cleverness und seinem exzellenten Überblick über die Spielsituation.  Weiterhin hatte Kapitän Schwitzky seine Leute wieder gut im Griff, wenn er seltenerweise mal das Wort zur Maßregelung ergreifen musste.

Doch was nützen all die guten Spielzüge, die tollen Passspiele, die erdrückende Überlegenheit wenn man es einfach nicht zu schaffen vermag, das Runde irgendwie ins Eckige zu bekommen? Allzu oft hat die Vergangenheit gelehrt — und nicht nur im Amateurfußball —, dass wenn man vorne keine Tore macht, man auch mal ganz schnell und ganz dümmlich verlieren kann. Unzählige Chancen durch Witschel, Schwitzky und Kirsche, aber auch durch Abwehrspieler Lotzmann, konnten nicht genutzt werden. Undankbarer Weise kam auch der ein oder andere Pfosten- und Lattentreffer dazu. Der großgewachsene Coswiger Schlussmann Robert Möve vereitelte viele Angriffe der Großenhainer und war bester Spieler aus Coswig.  Zur Halbzeit stand es aus GFV-Sicht doch enttäuschend nur 0:0 — aus Coswiger Sicht war man sicher froh über das Unvermögen der Schwarz-Gelben, den Ball einzunetzen.

In der Pause hat Übungsleiter Jachmann mit seinem Stab sicher die richtigen Worte finden können, um seine Mannen weiter zu motivieren. Das GFV-Spiel jedenfalls war weiterhin überlegen und gut anzuschauen. In der 54. Minute kam dann Anders für Jähnig, der nicht seinen besten Tag hatte, aber dennoch gut spielte. Anders brachte nochmals eine gewisse Frische und Spritzigkeit in das GFV-Spiel. Über weite Strecken des Spiels waren alle Coswiger Spieler und 10 GFV-Spieler (ohne Schlussmann Roßmüller) in der Coswiger Hälfte. Der GFV presste enorm — aber wie bereits erwähnt — sollte es 70 lange Minuten dauern, bis Schwarz-Gelb erlöst wurde. In der besagten 70. Minute krönte Moritz Meißner ein abermals schöner Spielzug, ausgelöst von Reichl über das Mittelfeld, endlich mit einem Treffer. Das Coswiger Spiel, ohnehin schon nicht viel zu sehen, war dann ab der 74. Minute durch einen berechtigten Platzverweis für Thomas Gräbner durch eine zweite gelbe Karte vollends am Boden. Den Schlusspunkt für Großenhain setzte Nickt Volkmann, der seine sehr gute Leistung mit einem Tor in der Schlussminute würdigte. Dennoch fiel das Ergebnis gesamtheitlich gesehen viel zu niedrig aus.

Die mitgereisten Fans konnten sich dank des Ergebnisses und der eingefahrenen 3 Punkte freudig auf den Heimweg machen. Auch die Schiedsrichterleistung lässt keine Kritik zu, das Trio hat zuvor ausgezeichnet gepfiffen.  Nun sehen wir schon dem nächsten Derby entgegen. Denn am kommenden Samstag gastiert der aktuelle Spitzenreiter FV Gröditz 1911 samt Ex-GFVler Lucas Partuscheck bei uns auf der Jahnkampfbahn — wir können gespannt sein. Weiterhin zu erwähnen ist, dass unser diesjähriges Oktoberfest am kommenden Wochenende stattfindet. Weiter Informationen dazu auf gfv1990.de.

 

Mit sportlichem Gruß
Paul Köhler

 

 

Die SZ-Großenhain schreibt am 26.09.2016 folgendes (aus Coswiger Sicht):

Coswig/Großenhain. Eigentlich hat die SpVgg Grün-Weiß Coswig mit dem Großenhainer FV bislang recht gute Erfahrungen gemacht. In der vergangenen Saison gab es in der Röderstadt einen 3:0-Sieg, vor heimischen Publikum folgte ein 3:1-Erfolg. Doch in diesem Spieljahr sahen die Vorzeichen gänzlich anders aus. Die 0:2 (0:0)-Niederlage am Sonnabend überrascht nicht.

Von den Torschützen gegen Großenhain in der Vorsaison ist nur noch Robert Gläsel übrig geblieben. Doch auch der 31-Jährige rennt seit Wochen seiner Bestform hinterher. Paul Kiontke, Richard Penicka und David Preuß haben den Verein in der Sommerpause verlassen. Genauso wie Abwehr-Organisator Jiri Horinek und Torwart Roy Holfert. Bei der Neuauflage gegen den Großenhainer FV standen zudem mehrere Spieler nicht zur Verfügung. Mit Stanley Rost, Benjamin Baumann, Robert Nietzold und Martin Polifka stehen Leistungsträger momentan auf der Verletztenliste. Julian Diener meldete sich kurz vor dem Anpfiff mit Rückenbeschwerden ab. „Erik Wernicke hat in den letzten Wochen durch Urlaub und Arbeit gerade einmal eine Trainingseinheit absolvieren können. Wir gehen zur Zeit buchstäblich auf dem Zahnfleisch“, spricht Trainer Frank Selber die Coswiger Misere an: „Hinzu kommt, dass die einsatzbereiten Spieler zwar kämpferisch ihr Bestes geben, aber spielerisch ihrer Form hinterherlaufen“.

Bei dieser Konstellation wäre alles andere als eine Niederlage gegen Großenhain schon eine Überraschung gewesen. Diese blieb aus, obwohl die Coswiger mit viel kämpferischem Einsatz und auch mit Dusel bis zur 70. Minute ein 0:0 verteidigten. Dann erlöste Moritz Meißner seine Mannen, Nick Volkmann machte in der Schlussminute alles klar. „Wir haben am Ende dem Druck nicht mehr standgehalten. Wir haben gegen einen wirklich starken Gegner zu Recht verloren“, sagte Selber. Seine Jungs kamen in den neunzig Minuten zu keiner nennenswerten Torchance. „Ich kann nur hoffen, dass die Verletzten bald wieder fit sind“, wünscht sich der Coach. Baumann indes wird nach seiner Knieverletzung wohl erst in der Rückrunde wieder spielen können. Am nächsten Spieltag wird auch noch Thomas Gräbner ausfallen. Er sah gegen Großenhain die Ampelkarte wegen wiederholten Foulspiels. (jj)


Quelle: online, Zugriff am 26.9. um 09:00 Uhr, http://www.sz-online.de/nachrichten/coswig-haelt-dem-druck-nicht-stand-3502017.html

Mitspieler
Mirko Roßmüller, Tim Reichl, Henning Lotzmann, Moritz Meißner, Damian Haschke, Max Meißner, Kevin Jähnig (ab 54. Jürgen Anders), Nick Volkmann, Max Kirsche (ab 86. Ludwig Weiß), Paul Konrad Witschel, Sylvio Schwitzky (K)
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