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Freital sagt Gastspiel in Großenhain ab – per S...

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NÄCHSTES SPIEL
Samstag, 24.11.2018
15:00 Uhr
Eintracht Niesky (Aus)
Fichtestraße 18, 02906 Niesky
M1
Großenhainer FV
18.06.2016
2
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15:00 Uhr
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Jahnkampfbahn Rasenplatz
Alle Spiele
Stahl Freital
Die Gastgeber sind sauer. Zumal Freitals „Zweite“ zur gleichen Zeit spielte. Die Sache wird wohl ein Fall für den Landesverband.

Von Thomas Riemer


Großenhain. Es sollte der krönende Abschluss des Familiensportfestes und der gesamten Saison des Großenhainer Fußballvereins werden – das letzte Punktspiel der Landesklasse-Saison gegen den FV Blau-Weiß Stahl Freital. Doch als noch nicht eingeweihte Fans der Röderstädter am Sonnabend 15 Uhr zur Jahnkampfbahn kamen, staunten sie nicht schlecht: Dort fand lediglich eine Begegnung der „Ersten“ gegen die A-Jugend des Vereins statt. Vom Gegner aus Freital keine Spur. Der hatte die Begegnung kurzerhand abgesagt.

Es habe den Verein wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen, als am Sonnabend um 9.35 Uhr die Nachricht kam. Per SMS! Darin sei mitgeteilt worden, dass die Freitaler „aus unterschiedlichen Gründen“ nicht antreten können. Die da lauteten: Krankheit, arbeitsbedingte Ausfälle, Urlaub.

Andreas Vogel, 1. Vorsitzender des GFV, war am Sonnabend vormittags noch berufsbedingt unterwegs, erhielt die Nachricht daher erst kurz vor Spielbeginn. „Das ist die größte Frechheit in der Landesklasse (Bezirksliga) seit der Wende“, so sein erster Kommentar. „Dass ein Spiel wegen Nichtantritts des Gegners so kurzfristig ausfällt, ist an Unsportlichkeit nicht mehr zu übertrumpfen.“ Er sei total enttäuscht und verärgert über das Verhalten der Freitaler Mannschaft, so Vogel. Immerhin habe der Großenhainer Verein für das seit Freitag andauernde Familiensportfest zum letzten Spieltag für Zuschauer und treue Fans einiges vorbereitet und daher auch finanziell mit Ausgaben wie Einnahmen geplant. Unter anderem feierte die C-Jugend ihren ebenfalls am Sonnabend festgemachten Kreismeistertitel und hätte wohl gern auch noch die Landesklasse-Partie GFV gegen Freital gesehen. Pustekuchen.

Der Großenhainer Ärger fällt im Nachhinein doppelt groß aus. Denn noch während des kurzfristig anberaumten Trainingsspielchens der Männer gegen die A-Junioren kam nochmals schlechte Kunde. Die 2. Freitaler Mannschaft bestritt zur gleichen Zeit wie geplant ihr Kreisliga-Spiel beim Höckendorfer FV. „Das ist der Gipfel der Frechheit, das ist unerhört.“, so Andreas Vogel entrüstet.

Spielrechtlich ist es sogar ein grober Verstoß gegen geltende Regelungen. Die besagen, dass im Falle von Personalknappheit o.ä. die Austragung einer jeweils höherklassigen Begegnung Vorrang vor allen weiteren Spielen hat. Im Klartext: Blau-Weiß Stahl Freital hätte seine 1. Mannschaft mit Spielern aus der „Zweiten“ auffüllen und nach Großenhain fahren müssen. So die Auffassung in der Röderstadt. Dort ist man nun gespannt, ob und wie der Sächsische Fußballverband reagiert.

Aus Freital war zum Geschehen am Wochenende bislang nichts zu erfahren. Telefonisch war niemand erreichbar, eine schriftliche Anfrage der SZ blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. Ein fader Beigeschmack bleibt also.

Sportlich gesehen, hätte dieses letzte Punktspiel ohnehin an den Platzierungen der beiden Mannschaften nichts mehr geändert. Der Großenhainer FV hätte mit sechs Toren Unterschied gewinnen müssen, um die Freitaler noch vom dritten Tabellenplatz in der Landesklasse Mitte verdrängen zu können. Und die Aufstiegsfrage in dieser Staffel ist eh schon seit Wochen geklärt – weil die ersten fünf Teams der Tabelle verzichten, wird man sich in der neuen Saison wieder in der Landesklasse treffen. Es sei denn, dass es erneut unverhofft Spielabsagen gibt. (mit pk/sk)

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/freital-sagt-gastspiel-in-grossenhain-ab-per-sms-3424107.html


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Die SZ-Freital schreibt dazu:

Frust nach Freitaler Spielabsage
Großenhain ist sauer über Stahls kurzfristige Entscheidung. Doch die Freitaler hatten ihre Gründe.

Kein schönes Ende nahm die Landesklasse-Spielzeit für die Fußballer des Großenhainer FV. Eigentlich wollten sie zum Saisonabschluss am Sonnabend gegen Stahl Freital antreten. Bei einem Heimsieg der Großenhainer mit einer Tordifferenz von sechs oder mehr Toren wäre die Elf noch an Stahl vorbeigezogen, das den dritten Tabellenplatz belegt. Doch es kam anders.

Die Freitaler sagten am Sonnabendvormittag um 9.35 Uhr via SMS eintraf ab. Sie hätten nicht antreten könnten. „Es gab mehrere Ausfälle und wir haben bis zuletzt gehofft, dass es doch noch klappt“, erklärt Stefan Birnbaum von Stahls Trainerteam auf SZ-Anfrage. „Leider kam es anders, und telefonisch hatte ich kurz zuvor Großenhains Sportlichen Leiter nicht erreicht.“

Die Großenhainer waren von der Absage geschockt und schieben nun Frust. Auch deshalb, weil der Gastgeberverein zum Saisonfinale für Zuschauer und treue Fans einiges vorbereitet hatte: Das seit Freitag laufende Familiensportfest des Vereins habe nun nicht mehr den angemessenen Rahmen gehabt. Das letzte Punktspiel sollte eigentlich der Höhepunkt dort sein.

Nicht nur auf den Kosten für die Organisation des Familiensportfestes des GFV, sondern auch auf den wichtigen Zuschauereinnahmen sowie den Umsätzen für die Betreiber der Vereinsgaststätte bleibt der Verein nun sitzen. Der Ärger ist groß.

Der erste Vorsitzende des Vereins Andreas Vogel, der am Sonnabendvormittag noch beruflich unterwegs war, erfuhr von der Absage erst kurz vor dem Anpfiff. Seine erste Reaktion: „Das ist die größte Frechheit in dieser Spielklasse seit der Wende.§

Während gegen 15 Uhr auf dem Großenhainer Sportplatz das schnell auf die Beine gestellte Trainingsspiel der Ersten Mannschaft gegen die A-Junioren des GFV stattfand, kämpfte die A-Jugend der Freitaler um den Kreispokal. Und Stahls Reserve kickte seit 13 Uhr in der Kreisliga in Höckendorf. „Das ist der Gipfel der Frechheit, dass Freitals Zweite noch ihr Punktspiel bestreitet“, so Vogel. Birnbaum dazu: „Ich kann den Ärger verstehen, aber die A-Junioren trat zeitgleich im Finale an, und die Zweite spielte kurz vorher, auch für sie ging es noch um Zähler.“ Der Verein habe sich so für ein Antreten der beiden anderen Stahl-Teams und für die Absage in Großenhain entschieden. Nun ist abzuwarten, wie der Verband reagiert. (Kührt/Köhler/ skl)

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/frust-nach-freitaler-spielabsage-3424257.html
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