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Hammerderby auf der Jahnkampfbahn

Landesklassen-Krösus FV Gröditz ist wie Gastgeber Großenhain noch ungeschlagen. Die Statistik spricht für den GFV.
Von Jürgen Schwarz & Thomas Riemer

 
Meißen. Gleich zwei Spitzenpartien hält der 6. Spieltag der Fußball-Landesklasse Mitte parat. Der Tabellenvierte FV Blau-Weiß Freital empfängt den amtierenden Meister BSV 68 Sebnitz (2.). Und Spitzenreiter FV Gröditz 1911 ist am Sonnabend ab 15 Uhr beim Großenhainer FV (5.) zu Gast.

Für die Gröditzer ist es sicher eine schöne Momentaufnahme, wie auch Vereinschef Klaus Hirschnitz weiß: „Wir freuen uns selbstverständlich über die momentane Tabellenführung, bleiben aber mit beiden Beinen auf dem Boden und überbewerten die momentane Platzierung keinesfalls.“ Und weiter: „Unsere Mannschaft ruft momentan ihr Potenzial hervorragend ab und hat auch genügend Selbstbewusstsein für das anstehende Derby in Großenhain. Dass heißt aber nicht, dass wir Favorit sind. Dies ist und bleibt der GFV, den wir natürlich ein klein wenig ärgern möchten.“

In Großenhain freut man sich über das Spitzenspiel auf dem „heiligen Rasen“ der Jahnkampfbahn. Vielleicht kommen ja auch wieder einmal 200 oder mehr Zuschauer, zumal der Verein ja auch in Oktoberfest-Stimmung ist. Deshalb findet vor dem Landesklasse-“Hammerderby“ ausnahmsweise auch ein Vorspiel statt. Die B-Jugend des GFV empfängt die Gleichaltrigen aus Zabeltitz zum Punktspiel (Anpfiff 12.30 Uhr). Ob zur Abendveranstaltung mit den „Stoapfälzer Spitzboam“ dann auch ein Dreier gegen Gröditz gefeiert werden kann? Zumindest statistisch sehen sich die Gastgeber vorn. In den letzten 15 Partien zwischen dem GFV und dem FV Gröditz hatte Großenhain neun Mal das bessere Ende für sich bei jeweils drei Remis und drei Niederlagen. 31:20 betrug das Torverhältnis in dieser Zeit. Was einem Durchschnitt von zwei Großenhainer Treffern pro Begegnung entspricht... Vorsicht ist dennoch geboten. Denn in den Gröditzer Reihen steht unter anderem Rene Großmann, der mit vier Saisontoren bislang zu den erfolgreichsten Torjägern der Staffel gehört.

  

Coswig steht unter Druck
Ganz andere Sorgen hat derzeit Grün-Weiß Coswig. Neben Neuling Hartmannsdorf steht das Team bislang ohne einen Saisonsieg da. Nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause braucht die Mannschaft von Übungsleiter Frank Selber sicher noch etwas Zeit. „Hinzu kommt aber, dass die zuletzt einsatzbereiten Spieler zwar kämpferisch ihr Bestes geben, aber spielerisch ihrer Form hinterherlaufen.“ Beim Gastspiel bei Germania Mittweida (7.) ist der Tabellen-Vorletzte krasser Außenseiter.

Während das Spiel der Kreinitzer beim Heidenauer SV auf den 11. Dezember verlegt wurde, reisen die Meißner zum Kellerduell nach Hartmannsdorf. Nach dem überraschenden Heimsieg über den Hainsberger SV (5:4) sollten die Domstädter den „Rückenwind“ nutzen, um auch beim sieglosen Schlusslicht zu punkten.

In der Landesklasse Ost führt der Radebeuler BC das 13er Feld mit zwölf Zählern an. Am Sonnabend läuft die Mannschaft von Chefcoach Matthias Müller beim FV Blau-Weiß Zschachwitz (10.) auf den schmucken Kunstrasenplatz. „Besonders erfreulich war, dass wir zuletzt drei Zu-Null-Spiele abgeliefert haben. Verbessern müssen wir allerdings die Chancenverwertung“, sagt „Lotte“ Müller. „Nach der Partie in Zschachwitz steht wieder eine längere Pause an. Die wollen wir möglichst als Tabellenführer überbrücken.“ (js/rt)

30.09.2016 12:48 Uhr
Quellen
SZ-Online, 30.09.2016: http://www.sz-online.de/nachrichten/hammerderby-auf-der-jahnkampfbahn-3505283.html