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Unter Erfolgszwang

Nach der Nullrunde am 3. Spieltag stehen die Landesklasse-Teams aus dem Landkreis vor schwierigen Aufgaben.
Von Thomas Riemer

Meißen. Die Spielpause für den Großenhainer Fußballverein war relativ lang. Zumindest länger als gedacht. Während das spielfreie Wochenende zuletzt „eingeplant“ war, weil in der Landesklasse Mitte nun einmal bei 15 Teams jedes einmal in den sauren Apfel beißen muss, war die Pflichtspiel-Pause vor zwei Wochen unfreiwillig. Doch das frühzeitige aus im Landespokal bescherte den Schützlingen von Trainer Jachmann diesen zusätzlichen Tag zum Relaxen.

Morgen rollt nun aber endlich das runde Leder auch wieder beim GFV auf der Jahnkampfbahn. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen sind die Röderstädter das einzige Team aus dem Landkreis, das noch ohne Makel dasteht. Und wenn dies nach dem Spiel gegen den BSV Sebnitz noch immer so wäre – niemand wäre darüber böse. Aber Vorsicht: Sebnitz kommt als letztjähriger Staffelsieger und amtierender Tabellenführer nach Großenhain. Drei Spiele, drei Siege, 10:0 Tore – die Bilanz nötigt zu Respekt. Zuletzt wurde Empor Possendorf mit einem 0:3 nach Hause geschickt. Und mit Stefano Krause (fünf Tore) haben die Sebnitzer auch den derzeit zweitbesten Torschützen der Staffel in ihren Reihen.

Verstecken wird sich der Großenhainer FV trotzdem nicht. Die Statistik der letzten Jahre spricht für den GFV. Seit 2012 gab es vier Siege, drei Remis und nur einen Sebnitzer Erfolg.

Recht düster sah es zuletzt generell mit den Resultaten der Landesklasse-Vertreter aus dem Landkreis aus. Im Pokal mussten mit dem Radebeuler BC und Grün-Weiß Coswig die beiden letzten Teams vor zwei Wochen die Segel streichen. Die Wiedergutmachung vor Wochenfrist ging daneben wie auch beim FV Gröditz, dem Meißner SV und der SG Kreinitz: null Punkte aus fünf Spielen.

Gröditz steht am Sonnabend vor einer besonderen Herausforderung und auch so ein bisschen am Scheideweg. Nach der unerwarteten 0:2-Pleite daheim gegen Wilsdruff geht es jetzt zum Heidenauer SV. Mit einem Sieg könnten sich die Schuster-Schützlinge in der Spitzengruppe festsetzen. Bei einer erneuten Nullnummer nach Punkten droht ein Platz im Mittelfeld, wenngleich mit Sichtkontakt nach oben.

Wohin geht der Kurs von Grün-Weiß Coswig? Ein mickriger Punkt aus drei Spielen, acht Gegentore und das eher blamable Pokalaus beim 1:6 daheim gegen den SV Oberland Spree – da darf man schon von einem missglückten Saisonstart sprechen. Beim der bislang punktlosen SG Empor Possendorf muss nun der Bock eigentlich umgestoßen werden, wenn die Selber-Schützlinge nicht frühzeitig in den Abstiegsstrudel geraten wollen.

Dort angekommen sind wohl schon der Meißner SV und Neuling SG Kreinitz. Beide zieren zurzeit das Tabellenende, verloren jeweils ihre drei Spiele und kassierten vor allem die meisten Gegentore in der Staffel Mitte. Der Kreinitzer Torwart musste bereits 17 Mal hinter sich greifen. Und die jüngste Pleite gegen Mitaufsteiger Hainsberger SV (2:7) tat besonders weh. Beim Gröditz-Bezwinger in Wilsdruff, der bislang lediglich drei Treffer erzielte, könnte bei einer stabilen Kreinitzer Abwehr ein erstes Erfolgserlebnis aber durchaus drin sein.

Lösbar ist in jedem Fall auch die Auswärtsaufgabe des Meißner SV. Gastgeber SV Wesenitztal hat zwar bereits zwei Dreier auf dem Konto. Aber eben auch eine desolate 0:5-Klatsche gegen den Hainsberger SV. Der MSV wiederum musste mit Großenhain, Mittweida und Freital schon gegen drei Staffel-Mitfavoriten antreten und darf nun auf ein etwas „leichteres“ Programm für die neuformierte Mannschaft von Trainer Maglica hoffen.

„Im Plan“ liegt in der Staffel Ost der Radebeuler BC. Trotz der 0:2-Niederlage vor einer Woche beim Staffelfavoriten Bad Muskau sind die Mannen von Trainer „Lotte“ Müller in Lauerstellung auf dem 2. Tabellenplatz. Drei Punkte gegen den derzeitigen Fünften FSV Neusalza-Spremberg wären Gold wert. Der Kontrahent aus der Oberlausitz hat bislang ein Remis und einen Sieg auf der Haben-Seite. Zuletzt gelang ein Last-Minute-Triumph (3:2) gegen Aufsteiger SG Crostwitz.

Alle Spiele werden am Sonnabend 15 Uhr angepfiffen. Einzige Ausnahme ist der Sonntagsauftritt der Coswiger.

15.09.2016 21:56 Uhr
Quellen
SZ-Online, 16.09.2016, kostenlos aufrufbar unter http://www.sz-online.de/nachrichten/unter-erfolgszwang-3493556.html