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Stahl nach Aufholjagd im Halbfinale
Riesas Reserve bezwingt Tauscha mit 4:3. Großenhainer FV 1990 mit zwei Mannschaften weiter. Weinböhla gewinnt souverän.

Was für ein toller Fußball-Sonntag für die Großenhainer Kicker, denn die zweite und dritte Mannschaft haben den Einzug ins Halbfinale um den Kreispokal geschafft und treffen dort im direkten Vergleich aufeinander.

Dagegen mussten beide Teams des Berbisdorfer SV die Segel streichen. TuS Weinböhla zog sehr souverän in die Runde der letzten vier ein. Komplettiert wird das Halbfinale von der BSG Stahl Riesa II, die zu Hause gegen Liga-Kontrahent LSV 61 Tauscha einen 1:3-Pausen-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg umwandelte. Für die Riesaer Reserve trugen sich Christian Sehmisch und Johannes Runge jeweils als Doppel-Torschützen ins Spielprotokoll ein. Auf der Gegenseite waren Torjäger und LSV-Spielführer Mirco Tillner (2) und Fred Kühne vor dem Seitenwechsel erfolgreich. Die Gäste präsentierten sich stärker als beim Punktspiel (0:3), am Ende fehlte ein Quäntchen Glück, um das Halbfinale zu erreichen.

Der Berbisdorfer SV und TuS Weinböhla trafen sich auf neutralem Platz im Meißner „Heligen Grund“. TuS lieferte eine starke Vorstellung ab und gewann mit 4:0 (2:0). Schon nach acht Minuten fiel das erste Tor. Richard Böttchers Eckball verwertete Kapitän Kay Ettelt entschlossen aus Nahdistanz. Weinböhla gestattete den Berbisdorfern in den 90 Minuten nur drei Chancen zu. Alexander Eißrich hob den Ball über den herauslaufenden Torwart Karsten Herzog, aber auch über die Querlatte (25.). Besser machten es bei TuS Tom Kaiser (34.) und Erik Weißmann (50.). Damit war die Partie frühzeitig entschieden.

Elfmeterschießen in Großenhain

Die zweite Chance für die Berbisdorfer bot sich ihnen nach einem Eckball mit abschließenden Kopfball an die Querlatte (75.). TuS antwortete umgehend. Ralf Herzog traf mit einem kapitalen Distanzschuss die Querlatte (76.). Nur drei Minuten später schmetterte Richard Böttcher die Kugel aus 25 Metern unhaltbar zum 4:0 in die Maschen. Kurz vor dem Abpfiff war es noch einmal „Alex“ Eißrich, der einen sehenswerten Freistoß auf das TuS-Gehäuse brachte, aber in Torhüter Karsten Herzog seinen Meister fand. Die Weinböhlaer, von Cheftrainer Yves Würgau hervorragend eingestellt und taktisch klug agierend, erreichten nach einer ihrer besten Saisonleistungen souverän das Halbfinale.

Die „Dritte“ des Großenhainer FV, ungeschlagener Spitzenreiter der 2. Kreisklasse, warf die zweite Mannschaft des Berbisdorfer SV aus dem Wettbewerb. Zunächst fielen in den 120 Minuten keine Tore, im fälligen Elfmeterschießen waren die Hausherren treffsicherer (5:3). Torhüter Mirko Roßmüller parierte einen Elfmeter und war selbst vom Punkt erfolgreich. Die zweite Mannschaft des GFV 1990, mit einigen Landesklasse-Spielern „aufpoliert“, ließ beim SV Fortschritt-Meißen II nichts anbrennen (4:1). Paul Konrad Witschel, Christoph Henn, Henning Lotzmann und Lucas Partuschek erzielten die Gäste-Tore. Kurz vor Schluss gelang Max Grille der Ehrentreffer für die Domstädter.

Aufgrund der Verbandsregeln, treffen beide GFV-Teams im Halbfinale direkt aufeinander – ein Finalplatz ist Großenhain also schon sicher. Dementsprechend gut gelaunt gab Geschäftsführer Alexander Gleis sein Statement ab: „Ich freue mich auf die vereinsinterne Halbfinal-Begegnung und drücke den Mannschaften unserer Übungsleiter Uli Eckert und Steffen Scharnagel gleichermaßen die Daumen.“ (ab/pk/js)
08.03.2016 10:39 Uhr
Quellen
SZ-Online, 08.03.2016: http://www.sz-online.de/nachrichten/stahl-nach-aufholjagd-im-halbfinale-3341622.html