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Großenhainer „Torfabrik“ gastiert in Lommatzsch
Von Jürgen Schwarzund Jörg Richter

Der Großenhainer FV 1990 (3.) und Germania Mittweida (2.) sind in diesem Jahr hervorragend aus den Startlöchern gekommen und haben ihre drei Rückrundenspiele gewonnen. Der Rückstand auf Tabellenführer VfL Pirna-Copitz beträgt vier bzw. drei Punkte. Am 17. Spieltag der Fußball-Landesklasse Mitte gastieren die Großenhainer am, Sonnabend beim Schlusslicht in Lommatzsch. Es ist das Duell zwischen der offensivstärksten Mannschaft (43 Tore) und der defensiv zweitschlechtesten im 14er Feld. Bisher kassierten die Lommatzscher 47 Treffer, schrammten beim Hinspiel in Großenhain allerdings nur knapp an einer Überraschung vorbei (3:4).

Mit seinen drei Toren beim 7:1 über Freital übernahm Paul Konrad Witschel die Führung in der Torschützenliste der Liga. Witschel hat 16, der Coswiger Paul Kiontke 15 Treffer auf dem Konto.

Kiontke und seine Kollegen reisen am Sonnabend zum Tabellenzwölften nach Dorfhain. Grün-Weiß will mit einem Sieg Rang vier verteidigen. Man darf gespannt sein, wie die Gastgeber das Debakel vom letzten Sonntag (2:8 in Bannewitz) verkraftet haben. Beim ersten Aufeinandertreffen hatten sich die Coswiger mit 3:0 (Kiontke/2, Behring) durchgesetzt.

Solche „Knipser vom Dienst“, wie Witschel oder Kiontke, würden sich die Fans der BSG Stahl Riesa gern für ihre Mannschaft wünschen. Doch die BSG-Leitung hatte es in der Winterpause versäumt, für einen entsprechenden Neuzugang zu sorgen. Nun erhält Stahl die Quittung dafür. In den ersten vier Punktespielen dieses Jahres gab es nur drei magere 1:1-Unentschieden und eine deutliche 0:3-Niederlage in Hohenstein/Ernstthal. Die Fußballmagerkost quittierten viele Fans mit Wegbleiben. Das letzte Heimspiel gegen Glauchau sahen gerade mal 372 Zuschauer. Für Riesaer Verhältnisse ziemlich wenig.

Nun muss die Stahl-Elf bei den Kickers Markkleeberg antreten. Die Gastgeber haben sich in dieser Saison auch als nicht torhungrig erwiesen. Vielleicht ist das die Chance auf eine Riesaer Trendwende.

Aufsteiger FV Gröditz 1911 (8.) erwartet zur gleichen Zeit den Tabellenzweiten aus Mittweida und will Revanche für die knappe 0:1-Niederlage aus der ersten Halbserie. Eine anspruchsvolle Aufgabe, denn Germania hat fünf seiner sieben Auswärtspartien gewonnen.
27.10.2015 12:00 Uhr
Quellen
SZ-Online, 27.03.2015: http://www.sz-online.de/nachrichten/grossenhainer-torfabrik-gastiert-in-lommatzsch-3068128.html