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Junger Witschel schmerzlich vermisst
Großenhain und der 1.FC Pirna trennen sich wie in der Hinrunde unentschieden.

Von Steffen Kührt

So richtig glücklich schienen beide Teams nach dem Abpfiff des gut amtierenden Schiris Christian Mörschke nicht zu sein. Ein torloses Remis stand bei beiden Teams auf der Habenseite. Für die Gäste sicherlich ein gewonnener Punkt im Abstiegskampf und für die Röderstädter ein Remis, dass so bestimmt nicht eingeplant war.

Zwar musste Trainer Andreas Jachmann aufgrund des verletzungsbedingten Fehlens seines Torjägers Paul Witschel sein Team umstellen, aber laut Papierform sah dieses Team so schlecht nicht aus. Angriff war angesagt. Mit fünf offensiven Leuten in der Anfangsformation und Max Meißner als einziger Abräumer vor der Abwehr sollte der nächste Heimsieg eingefahren werden. Aber da hatte man die Rechnung ohne den 1.FC Pirna gemacht. Taktisch super eingestellt ließen die Gäste die Großenhainer Offensivabteilung fast gar nicht zur Geltung kommen.

Optisch war der GFV den Gästen überlegen. Aber in den Zonen, wo es für die Pirnaer hätte gefährlich werden können, da passierte einfach zu wenig. Fehler über Fehler wurden schon im Spielaufbau gemacht. Und wenn wirklich mal ein Spieler den Hauch einer Möglichkeit bekam, dann war die vielbeinige Abwehr der Gäste zur Stelle. Nicht eine echte Tormöglichkeit konnte speziell im ersten Abschnitt konnte notiert werden. Zu einfallslos, zu behäbig wurden die Angriffe vorgetragen. Wer weis, wenn Martin Brunzels abgefälschter Ball nicht an den Pfosten des Pirnaer Tores gegangen wäre (12.), wie das Spiel dann verlaufen wäre. So plätscherte es im ersten Abschnitt so dahin, ohne dass sich eine von den beiden Teams irgendwie wehtat.

Nach dem Seitenwechsel setzte Tino Wecker ein erstes Achtungszeichen (50.), als er nach Zuspiel von Sebastian Miltzow ganz einfach mal den Winkel des Pirnaer Tores anvisierte. Doch Daniel Schröter kratzte das Streitobjekt aus der Ecke. Die Röderstädter wollten die Führung. Um ein Haar wäre ihre Anfangsoffensive zu Beginn des zweiten Abschnittes für sie zum Verhängnis geworden. Christopher Kührt und Robert Kalex hoben in der 61. Minute das Abseits auf und Lars Kuras kann allein aufs Rossmüllers Tor zulaufen. Aber anstatt den Ball selbst zu verwerten, spielte er ihn uneigennützig auf den mitgelaufenen Steve Gruber ab, der aber im Abseits stand. Das war die beste Chance für die Gäste, vielleicht aus Großenhain den Dreier mitzunehmen. Aber sie war auch die einzige.

Mit Alex Gleis und Ludwig Weiß warf der Trainer zwei frische Kräfte ins Spielgeschehen. Aber so zwingend waren die Aktionen nicht mehr, um hier noch etwas zu bewegen.
27.10.2015 12:00 Uhr
Quellen
SZ-Online, 02.06.2014: http://www.sz-online.de/nachrichten/junger-witschel-schmerzlich-vermisst-2851229.html