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Im richtigen Moment zur Stelle
Großenhainer FV bleibt Zuhause in der Erfolgsspur. Hat aber beim 2:1-Sieg gegen Freital mehr Mühe als erwartet.

Von Steffen Kührt


Am Ende dieser Begegnung des 19. Spieltages haderten die Gäste mit sich und den vorhandenen Möglichkeiten auf der Großenhainer Jahnkampfbahn, nicht wenigstens ein Unentschieden mit nach Freital genommen zu haben. Taktisch hervorragend vom ehemaligen Dynamo-Idol „Lotte“ Müller eingestellt, spulte der Tabellenvorletzte im ersten Abschnitt sein Pensum runter. Die Räume wurden eng gemacht und jeder ballführende Großenhainer mit hohem läuferischen Aufwand im Mittelfeld erfolgreich bekämpft.

Die Großenhainer Eckballserie zu Beginn der Partie täuschte doch über die Hilflosigkeit der Großenhainer Akteure speziell in den ersten 20 Spielminuten hinweg. Es schien, als hätte die Niederlage in Freiberg doch bei dem einen oder anderen Akteur seine Spuren hinterlassen. Es kam kein wirkliches Fußballspiel zustande, zu wenig bewegten sich die Röderstädter, zu langatmig war der Spielaufbau. Und die meist langen Bälle auf die Angreifer, war in der ersten Halbzeit nicht unbedingt das probate Mittel um die stellungssichere Hintermannschaft der Blau-Weißen ins Schwitzen zu bringen.

Freitaler Konzept geht nicht auf

So kam es wie es kommen musste: Freital ging durch Eric Zimmermann (12.) nicht unverdient in Führung. Na und diese passte natürlich voll ins Konzept der Freitaler, die Hausherren kommen zu lassen und vielleicht mit dem einen oder anderen Nadelstich für eine Überraschung sorgen. Aber anstatt nun weiter munter nach vorn zu spielen, ließen sich die Gäste ab Mitte des ersten Abschnitts immer mehr in die eigene Hälfte drängen. Jetzt besannen sich aber auch die Großenhainer so langsam auf ihre Tugenden. Trainer Jachmanns Aufforderung: „Nun aber etwas agiler, Männer“, wirkt wie ein Weckruf. Vor allem Tino Wecker und Thomas Löffler rissen nun das Spiel an sich, ordneten die Reihen. Der Druck aufs Freitaler Gehäuse wurde von Minute zu Minute größer. Die Gäste wurden zu Fehlern regelrecht animiert und Steffen Beer im Freital Kasten musste nun doch einige Male mächtig zulangen um ärgeres zu verhindern. In der 29. Spielminute war er aber dann doch machtlos. Thomas Löfflers scharf durch den Freitaler Strafraum gespielter Balle erreichte am langen Pfosten Ludwig Weiß, der sich diese Gelegenheit zum Ausgleich nicht nehmen ließ.

Der Pfostenknaller (48.) gleich nach Wiederbeginn, als wiederum Eric Zimmermann der Großenhainer Abwehr die Hacken zeigte, war der Auftakt zu einer abwechslungsreichen zweiten Halbzeit. Beide Teams suchen nun eine Vorentscheidung. Erst ging ein Kopfball von Alexander Geis über den Freitaler Kasten (52.). Na und fast im Gegenzug lag den mitgereisten Freitaler Fans schon der Torschrei auf den Lippen, als Eric Zimmermann GFV-Torwart Roßmüller tunnelt, aber auch den Ball haarscharf am Pfosten vorbei ins Aus schob. Ab der 70. Spielminute gaben beide Teams ihre taktischen Marschroute auf, suchten die Entscheidung. Immer dabei: Thomas Löffler. Und in der 84. Minute ist er zur Stelle, als er auf Zuspiel von Paul Konrad Witschel das Leder gekonnt aus der Drehung im Freitaler Tor zum vielumjubelten 2:1- Führungstreffer (84.) versenkt. In den letzten Minuten warfen die Gäste sprichwörtlich alles nach vorn, um vielleicht noch wenigstens ein Remis zu holen. Zwei gute Möglichkeiten dazu hatten sie noch, haben bloß nichts draus gemacht.



Bildunterschrift:

Zwar schaut Großenhains Trainer Andreas Jachmann (kl. Foto) hier noch sehr skeptisch auf das Treiben seiner Gelb-Schwarzen, konnte am Ende aber wieder jubeln. Ein Grund dafür war auch die Leistung des unermüdlich rackernden Thomas Löffler, der auch den Siegtreffer für die Röderstädter erzielte. Fotos(2): Klaus-Dieter Brühl
27.10.2015 12:00 Uhr
Quellen
SZ-Online, 14.04.2014: http://www.sz-online.de/nachrichten/im-richtigen-moment-zur-stelle-2818164.html