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SZ-Statistik zur Saison 2016/17

von Jürgen Schwarz

 

Besucher-Rückgang setzt sich fort.

Großenhainer waren 2016/17 der Zuschauerkrösus. Kreinitz bleibt ohne Remis. Gröditz mit toller Auswärtsbilanz.

Großenhain. Gleich fünf Vereine verabschiedeten sich aus der Fußball-Landesklasse Mitte. Der Großenhainer FV stieg ohne Niederlage in die Landesliga auf, vier Teams, darunter die SG Kreinitz und der Meißner SV, versuchen ihr Glück 2017/18 in der Kreisoberliga. Damit ist die Elbland-Region in der kommenden Serie nur noch mit drei Teams vertreten: Zum FV Gröditz 1911 und dem Coswiger FV gesellt sich Aufsteiger TuS Weinböhla.

Das abgelaufene Landesklasse-Spieljahr hielt interessante Details und Zahlen parat. So wurden in den 209 Punktspielen insgesamt 853 Treffer erzielt, davon 15 Eigentore und 64 verwandelte Strafstöße. Das entspricht einem Durchschnitt von 4,08 Toren pro Spiel. Zwei Tore für den SV Wesenitztal resultieren aus einem Sportgerichtsurteil. Die SG Kreinitz war nicht zum Spiel angetreten und wurde zudem mit einer Geldstrafe von 400 Euro belegt.

Es gab 104 Heimsiege, 32 Unentschieden und 73 Auswärtssiege. Den höchsten Heimsieg feierte der Hainsberger SV gegen den Meißner SV (8:0). Die höchsten Auswärtssiege gelangen dem BSV 68 Sebnitz in Kreinitz und dem Großenhainer FV in Bannewitz (jeweils 7:1). Der Sebnitzer Tomas Hurab erzielte beim Kantersieg in der Domstadt gleich fünf Tore in einem Spiel. Insgesamt gab es 42 verschiedene Ergebnisse und 183 Torschützen.

Die „Torjägerkanone“ sicherte sich der Hainsberger Markus Weise mit 28 Treffern. Der Meißner Andre Salomon landete mit 19 Toren auf Rang vier. Der Routinier schoss damit 44 Prozent aller MSV-Treffer. Der Großenhainer Kapitän Sylvio Schwitzky kam auf die gleiche Ausbeute. Bester Gröditzer Torschütze war mit 17 „Buden“ Tim Zeller. Für die Coswiger markierte Stanley Rost zehn Tore, Rene Kögler war für die SG Kreinitz 14 Mal erfolgreich. Insgesamt wurden die Spiele von 19110 Zuschauern besucht, das ergibt einen Durchschnitt von nur 91. „Leider geht der Zuspruch weiter zurück, 2015/16 waren es noch 101 Zuschauer pro Partie“, bedauert Staffelleiter Günter Urban, der selbst bei insgesamt 25 Begegnungen vor Ort war.

Meißen wartet mit Minuskulisse auf

Die beste Heimzuschauerquote verzeichnete Großenhain (137), Coswig (100) kam auf den sechstbesten Wert. Unter dem Ligaschnitt lagen Kreinitz (78), Gröditz (68) und Meißen (65). Bestbesuchte Spiele waren die Duelle zwischen Hainsberg und Stahl Freital (511) sowie Großenhain und Hainsberg (398). Nur 25 Zahlende sahen die Begegnung zwischen Meißen und Wesenitztal. Die wenigsten Spieler setzten die Kreinitzer ein (20), dicht gefolgt vom Großenhainer FV (21). Die meisten Akteure liefen für Heidenau (35) auf. Coswig kam mit 24 Spielern aus, Gröditz mit 25 und für die Meißner waren 31 Kicker am Ball. Drei Torhüter und drei Feldspieler absolvierten alle Saisonpartien, darunter der Großenhainer Keeper Mirko Roßmüller und der Coswiger Sebastian Scheithauer. Der Sebnitzer Vladimir Semanco war mit 43 Jahren der älteste Feldspieler, den erfahrensten Torhüter hatten die Coswiger mit Harald Westphal (55) in ihren Reihen.

Die Fair-Play-Wertung gewann der SV Germania Mittweida. Auf dem letzten Platz landeten der Heidenauer SV. Die Kreinitzer kamen auf Rang fünf ein, die Coswiger wurden Siebenter und die Gröditzer Neunter. Für den Meißner SV blieb mit fünf Gelb-Roten und einer Roten Karte nur der vorletzte Platz. Insgesamt wurden 751 Verwarnungen an 242 Spieler ausgesprochen. Zudem zückten die Schiedsrichter 33 Gelb-Rote und 18 Rote Karten. Die längste Sperre wurde für neun Meisterschaftsspiele ausgesprochen. Jeweils sechs Partien mussten die Meißner Carlo Hanzlik und Rene Zyball nach Tätlichkeiten zuschauen.

Die Gesamtkosten für Fahrtkosten und Spesen der Schiedsrichter-Teams beliefen sich auf 14 270,68 Euro. Insgesamt wurden 78 Unparteiische vom Verband als Spielleiter eingesetzt. Auf die meisten Einsätze kam der Dresdner Jens Kläber mit zehn Einsätzen, gefolgt von Matthias Krahl (neun/Schmerlitz) und dem Pirnaer Matthias Leonhardt, der sieben Partien leitete.

Was sonst noch auffiel: Mit dem besten Angriff (3,43 Tore pro Spiel) und den wenigsten Gegentreffern (22) spielte der Meister aus Großenhain zwei lupenreine Halbserien mit 38 bzw. 40 Punkten. Germania Mittweida wurde zum dritten Mal in Folge Vizemeister. Die Gröditzer verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze auf Rang fünf. Grundlage war die Auswärtsstärke, denn die Mannschaft von Trainer Michael Schuster buchte 27 ihrer 47 Zähler auf gegnerischen Plätzen. Eine bemerkenswerte Entwicklung der Röderstädter, die eine Saison zuvor noch die schwächste Auswärtsbilanz in der Landesklasse Mitte aufwiesen.

Coswiger spielen starke Rückrunde

Die Coswiger spielten eine beeindruckende Rückrunde – die drittbeste hinter Großenhain und Mittweida. Auf die elf Punkte aus der Herbstrunde folgten 27 in der zweiten Halbserie. Nun geht es mit vereinten Kräften weiter, denn die Vereine SpVgg Grün-Weiß und der 1. FC haben sich zum zum Coswiger FV zusammengeschlossen. Trainer Frank Selber aber ist nicht mehr dabei. Er unterschrieb bei Fortuna Trebendorf in der Landesklasse Ost. Die Kreinitzer kassierten insgesamt 109 Gegentore und spielten kein einziges Mal unentschieden. Die Meißner stiegen nach sechsjähriger Liga-Zugehörigkeit ab und werden nur noch vom Heidenauer SV „übertroffen“, der vor etwas mehr als drei Jahren noch in der NOFV-Oberliga unterwegs war.

 

14.07.2017 12:11 Uhr
Quellen
SZ-Online, 14.07.2017: http://www.sz-online.de/nachrichten/besucher-rueckgang-setzt-sich-fort-3726357.html