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SZ: "Witschel nicht zu bremsen"

Von Thomas Riemer (SZ)

 

Der Großenhainer FV hat einen „Lauf“: Mit einem überzeugenden 4:0 gegen die Germania aus Mittweida knüpfte das Team von Trainer Thomas Kupper nahtlos an den Auswärtssieg der Vorwoche in Lößnitz an. „Es war kein perfektes Spiel. Aber schlussendlich bin ich natürlich zufrieden“, zog der Coach danach ein eher nüchternes Fazit.

Dabei hatten seine Jungs auf dem Platz insbesondere in der zweiten Hälfte vor 151 zahlenden Zuschauern teilweise begeisternden Fußball gezeigt. Germania Mittweida geriet schon früh in Rückstand. In der dritten Minute traf Paul Konrad Witschel und stand auch beim 2:0 nach knapp einer halben Stunde goldrichtig. Nur in der Zeit zwischen diesen Treffern konnten die Gäste einigermaßen mithalten, ohne großartig Gefahr zu schaffen. Die Schützlinge von Trainer Uwe Schneider mussten froh sein, nicht vor der Pause noch das 0:3 kassiert zu haben. Denn Torsten Marx rasierte mit einem Elfmeter in der 38. Minute nur die Lattenoberkante.

Nach dem Wechsel drehte der GFV dann so richtig auf. Paul Konrad Witschel war an diesem Tag von seinen Gegenspielern kaum zu stoppen, riss immer wieder Löcher in die Gästeabwehr und hatte auch selbst noch dicke Gelegenheiten, um sein Trefferkonto zu erhöhen. Die Vorentscheidung schaffte dann allerdings der erst 19-jährige Scholtissek, der nach feinem Lupfer von Kirsche in den Strafraum den Gästekeeper mit ebensofeinem Heber nach Direktannahme überwand. Da waren 54 Minuten gespielt – und man musste um die Gäste bangen. Der GFV spielte jetzt zuweilen Katz und Maus mit dem Kontrahenten.

Mittweida fand in der zweiten Hälfte offensiv de facto nicht mehr statt. Dafür rollte Angriffswelle um Angriffswelle des GFV. Allerdings versäumten es die Röderstädter, der Überlegenheit auch zahlenmäßig ein Gesicht zu geben. Marx, Brunzel, Volkmann, Witschel, Scholtissek hatten weitere „Riesen“ auf dem Fuß. Entweder fanden sie im Gäste-Torwart ihren Meister oder standen sich beim Abschluss selbst im Weg. So war es am Ende einem Tor-Debütanten überlassen, das Endresultat herzustellen: Tom Weihrauch wagte sich in der 84. Minute mit nach vorn und erzielte nach feiner Einzelleistung und mit etwas Glück das 4:0. Es war sein erster Treffer in einem Pflichtspiel für den Großenhainer FV überhaupt. Dass die tapfere Germania drei Minuten vor Schluss ihren einzigen Schuss in der zweiten Halbzeit aufs Roßmüller-Gehäuse setzte und das Tor um 15 Meter verfehlte, war beinahe symptomatisch.

Gäste-Trainer Schneider sprach dann auch zurecht von einer „Demonstration“, die sein Team erfahren musste. „Es hätte auch weit höher ausfallen können. Wir waren in der zweiten Halbzeit überfordert.“ Und doch nahm er seine Truppe in Schutz. „Die 14 Spieler, die heute auf dem Platz standen, kommen alle aus unserem eigenen Nachwuchs.“ Das entspreche der Vereinsphilosophie, und immerhin sei Germania von der Kreisober- zur Landesliga durchmarschiert. Über die bisherigen zehn Punkte freue er sich. Und sollte es am Ende nicht für den Klassenerhalt reichen, „geht die Welt für uns nicht unter“.

 

Video-Zusammenschnitt: https://www.youtube.com/watch?v=eMtBVLZ5cWE

 

Quelle: SZ-Online, 29.10.2018, https://www.sz-online.de/nachrichten/witschel-nicht-zu-bremsen-4040555.html

geschrieben von: Paul Köhler
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