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SZ: "Warum die Jahnwiese so grün ist"

Mehrmals täglich wird die Sportstätte beregnet. Das Wasser kommt aus zwei Brunnen, die hoffentlich nie versiegen.
Von Thomas Riemer

Großenhain. Alexander Gleis schaut zufrieden auf den Rasenplatz. Saftig grünt die „Jahnwiese“ – obwohl der Planet von oben ordentlich drückt. Während viele Hauseigentümer in dieser Saison beizeiten die akribische Rasenpflege mangels Feuchtigkeit aufgegeben haben, kann und will sich das der Großenhainer Fußballverein nicht leisten. Schließlich steht am 24. August das erste Punktspiel der Männer in der Sachsenliga auf dem Plan. Und auch das Training der Nachwuchsteams läuft langsam wieder an.

Also wird gewässert. „Wir haben eine automatische Beregnungsanlage, die auf Zeiten programmiert ist“, sagt GFV-Geschäftsführer Gleis. Das ist insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, „bei der jetzigen Hitze natürlich öfter“, so Gleis. Furcht vor einer überdimensionalen Wasserrechnung muss dabei niemand haben – das kostbare Nass wird aus zwei naheliegenden Brunnen geschöpft, „die hoffentlich nie versiegen“, so Alex Gleis. Platzwart Holger Ziegert und sein Mitarbeiter wachen darüber, dass die Anlage problemlos funktioniert, bei Bedarf wird die Automatik eben auch mal durch eine zusätzliche Handschaltung ergänzt.

Etwas größer ist der Aufwand im „Stadion der Freundschaft“ an der Mückenschänke. Denn: hier gibt es keine automatische Beregnungsanlage, dafür aber vier bewegliche Sprenger. Sie werden ebenfalls aus Brunnen gespeist und über den Tag immer wieder von einer Stelle zur anderen transportiert, damit auch die letzte Ecke saftig grün bleibt. Übrigens auch an den Wochenenden. Da gibt es dann einen Plan für jeweils ausgewählte Vereinsmitglieder, die die Bewässerung koordinieren.

Natürlich beschränkt sich die Rasenpflege bei den Fußballern nicht ausschließlich aufs Bewässern. So etwa drei Mal pro Jahr kommt Dünger auf die Spielflächen. Jahreszeitlich bedingt erfolgen weitere Maßnahmen. Und der naturgemäß am meisten strapazierte Fünf-Meter-Raum vor den Toren muss auch immer mal mit neuem Rollrasen versehen werden. Nicht zu vergessen: der regelmäßige Rasenschnitt. Wobei es über die Beschaffenheit oder Rasenhöhe zumindest in der Sachsenliga keine Vorschriften seitens des Fußballverbandes gibt.

Ginge es nach Alexander Gleis, könnte die Saison losgehen. Neben einem exzellenten Spielfeld fürs Auftaktspiel der Röderstädter gegen den Radebeuler BC will sich der GFV auch als guter Gastgeber für die offizielle Saisoneröffnung der Landesliga präsentieren. Die Einladungen für die dabei übliche Staffeltagung mit Vertretern aller Vereine sind Anfang der Woche verschickt worden. Im Umfeld der Jahnkampfbahn wird gewerkelt, um die Traversen für die Zuschauer in sauberem Zustand zu halten. Das Zelt vor dem Sportlerheim steht für die Fans bereit.

Auch sportlich scheint der GFV gewappnet zu sein. Der letztjährige Vizemeister bereitet sich seit 16. Juli mit dem neuen Trainer Thomas Kupper vor, die ersten Testspiele – sämtlich auswärts ausgetragen – verliefen schon recht verheißungsvoll.

Es ist also angerichtet. Bis zum 24. August wird freilich noch so mancher Liter aus dem Brunnen über die Beregnungsanlage auf den Rasen tropfen. „Wir warten auf Regen“, sagt Alexander Gleis. Aber das ist wohl einer der meistgehörten Wünsche in diesen Tagen.

 

Quell: SZ.Online, 4.8.2018, https://www.sz-online.de/nachrichten/warum-die-jahnwiese-so-gruen-ist-3988510.html

geschrieben von: Paul Köhler
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