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SZ: VFC - "Rückzug aus der Landesliga"?

Beim finanziell angeschlagenen VFC Plauen wird offensichtlich darüber nachgedacht, die zweite Mannschaft abzumelden.
Von Jürgen Schwarz

 

Die zweite Mannschaft des VFC Plauen ist Tabellenletzter in der Fußball-Landesliga. Ganze sieben Punkte haben die Vogtländer auf dem Konto. Zwei Spiele – in Lößnitz und daheim gegen Hohenstein-Ernstthal – wurden abgesagt. Am Wochenende beginnt die Rückrunde. Der Radebeuler BC müsste nach Plauen reisen. Die Frage ist: Findet das Spiel überhaupt noch statt?

Fakt ist, der VFC Plauen befindet sich in akuter Geldnot. Noch in der Vorwoche galt der Rückzug der zweiten Mannschaft als Bestandteil des Sanierungskonzeptes. In der „Freien Presse“ las sich das so: „Das letzte offizielle Spiel des VFC II wird es vermutlich am 10. Dezember zu Hause gegen Radebeul geben, danach wird die Mannschaft vom Verein nach aktueller Sachlage aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Das jedenfalls hat der alte Vorstand bereits beschlossen.“

Seit Sonntag aber gibt es einen neuen Vorstand beim VFC Plauen. Der kämpft angeblich mit einer Etatlücke von 95 000 Euro. Daher sollen die Oberliga-Mannschaft mit einem Etat von 40 000 Euro und die Landesliga-Mannschaft (10 000) erhebliche Summen einsparen. Zum bereits avisierten Rückzug der zweiten Männermannschaft aus dem Spielbetrieb soll es allerdings nicht zwingend kommen. „Wir werden alle Möglichkeiten genau betrachten. Die letzte Instanz wäre der Rückzug“, betont die neue Führung.

Für den Großenhainer FV, die BSG Stahl Riesa und den Radebeuler BC wäre eine Annullierung der Spiele nicht gerade positiv. Alle drei Teams gewannen ihre Punktspielduelle gegen die VFC-Reserve – die Riesaer sogar mit 7:0. Dagegen würden Spieler, Trainer und Verantwortliche beim Tabellendritten FC 1910 Lößnitz wohl Jubelsprünge vollführen, den die Heimpartie gegen die Plauener war überraschend mit 0:1 verloren gegangen. Lößnitz rangiert nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Großenhainer FV und dem punktgleichen Tabellenzweiten VfL 05 Hohenstein-Ernstthal. Auch in Niesky würde man frohlocken, hatte die Eintracht in Plauen doch mit 0:1 verloren.

Wieso der VFC Plauen, der erst vor drei Jahren Insolvenz angemeldet hatte, schon wieder in eine äußerst kritische finanzielle Schieflage geraten ist, wird mit um 60 000 Euro gesunkenen Sponsoren-Einnahmen und einem höher kalkulierten Zuschauer-Schnitt (374 statt 600) bei den Oberliga-Heimspielen begründet.

 

Quelle: SZ-Online, 5.12.2017, http://www.sz-online.de/nachrichten/rueckzug-aus-der-landesliga-3831460.html

geschrieben von: Paul Köhler
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