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Das Winter-Fußball-Camp - Ein Mädchen und 31 Jungs

Das Winter-Fußball-Camp hat so viele Teilnehmer wie noch nie. Und der Cheforganisator auch nach 17 Jahren noch Spaß daran.

Das erste „Sport frei!“ kommt noch ein bisschen müde rüber. Diethart Preuß wiederholt seinen morgendlichen Gruß an die kleinen Kicker in den bunten T-Shirts. Diesmal kommt eine kraftvolle Antwort. Was bedeutet: Die 31 Jungs und ein Mädchen sind voll motiviert für den zweiten Tag des Trainingscamps der Fußballer in der zweiten Ferienwoche.

32 Kinder – das ist Rekordbeteiligung“, sagt Diethart Preuß. Zum 16. Mal hat er das Trainingscamp organisiert. Zur Seite stehen ihm wechselweise insgesamt sieben weitere Trainer bzw. Betreuer. Der Ablauf des fünftägigen Camps ist klar strukturiert. Technik, Passspiel, Dribbling, Finten, Torschuss, Kondition stehen an den einzelnen Tagen auf dem Programm. Nachmittags sind eher Spielformen angesagt. Die Mittagszeit steht zur individuellen Gestaltung der Knirpse zur Verfügung. Dann wird Tisch- oder Fußballtennis gespielt, aber auch mal auf den Matten relaxt. „Stressfrei“, betont Diethart Preuß. Auch diesmal bestätigt sich die über die Jahre gemachte Erfahrung: Die Kinder finden sich in dieser Zeit zum gemeinsamen Spiel. Pia Merde ist die einzige weibliche Teilnehmerin. Dank ihres peppigen Kurzhaarschnittes fällt sie unter den Jungs kaum auf – und außerdem ist die Zehnjährige eigentlich ein „alter Hase“ in Sachen Fußball. Schon im Vorschulalter zog es die Großenhainerin mit ihrem älteren Bruder auf den Bolzplatz. Längst ist Pia Stammspielerin beim Großenhainer FV – in der E1-Jugend. Dass sie dort wie auch beim Trainingscamp nur von Jungs umgeben ist, stört sie nicht. Aber natürlich ist sie auch stolz, hin und wieder in einer reinen Mädchenmannschaft zu spielen: Pia gehört zum Kader des Kreisauswahlteams ihrer Altersklasse. Inzwischen haben die Sechs- bis Zwölfjährigen die ersten kraftraubenden Übungen des Tages absolviert. Achten dribbeln um drei Stangen, Torschuss nach kurzem Antritt. Diethart Preuß und drei Betreuer drücken auf Tempo. Der Cheforganisator hat wie in jedem Jahr fünf Tage Urlaub genommen, seine insgesamt sieben Mitstreiter ebenfalls für einzelne Tage. Sie wechseln sich ab, kommen vom GFV und vom LSV Tauscha. Pascal ist der Jüngste der Betreuer und selbst C-Jugend-Spieler beim GFV. Für ihn sind es quasi zusätzliche Einheiten in den Winterferien – „und er macht seine Sache gut, redet viel mit den Kindern“, so Diethart Preuß. Wie immer kann sich der „Chef“ auf den Verein, die Sponsoren und Helfer verlassen. Obst und Getränke stehen bereit, das Mittagessen wird von Feinkost Hoffmann geliefert und vom langjährigen Vereinschef Gert Nitzsche zur Trainingsstätte gebracht. Alles ist perfekt durchorganisiert – mit viel Erfahrung und Liebe zum sportlichen Detail. Dass Diethart Preuß einen Teil seines Jahresurlaubs „opfert“, daran hat sich auch seine Frau gewöhnt. „Die kennt mich nicht anders“, sagt der 60-Jährige lachend. Die Resonanz gibt seinem Enthusiasmus recht. Innerhalb kurzer Zeit waren die Camp-Plätze vergeben. „In den Ferien Fußball zu spielen, das nimmt doch jedes Kind gern mit“, so Preuß. Auch wenn „man ein bissel verrückt sein muss“, habe er noch immer viel Spaß dabei. Der Erfolg des Trainingscamps spricht für sich. Frühere Teilnehmer gehören zum Landesligateam des GFV oder fanden den Weg in Leistungszentren. „Die „gute Schule“ aus Großenhain ist auch anderswo bekannt.

von Thomas Riemer

Quelle: https://www.saechsische.de/ein-maedchen-und-31-jungs-5040626.html

geschrieben von: Alexander Gleis
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